Im Zeichen der Windel

© Renate Lintfert

Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. (Lk 2,12)

Ich finde es großartig – Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde gibt uns, seinen Geschöpfen, Zeichen, damit wir ihn finden. Dabei gibt Gott, wie hier im Text, uns aktiv Zeichen. Wir können ihn aber auch nach Zeichen fragen. Dies tat zum Beispiel Gideon. Er wollte als Zeichen für Gottes Willen ein Fell auslegen, das trocken bleiben, während das Land ringsum durch Tau nass werden sollte. Und genau dieses Wunder geschieht. Gideon aber erdreistete sich, Gott nach einem erneuten Zeichen zu fragen, nur dass diesmal das Fell vom Tau durchtränkt und das Land trocken bleiben sollte. Und auch das tat Gott in seiner Gnade.

Hier in diesem Text aber gibt Gott ungefragt Zeichen. Dabei ist dieses Zeichen etwas ganz Alltägliches: Ein Baby und eine Krippe. Da stehen keine Buchstaben im Himmel oder ein Menetekel an der Wand, auf dem steht, was wir konkret machen sollen, sondern Gott spricht oft auf ganz normale in unseren Alltag hinein. Diese Zeichen gilt es zu finden sozusagen als geistliche Nahrung, insbesondere in Krisenzeiten.

Was sind die Zeichen, die Gott uns in der letzten Zeit gegeben hat? Ein Wort aus der Bibel – vielleicht an Tagen, an denen ich niedergeschlagen bin, ein Impuls aus einem Gespräch, eine Liedzeile, die uns nicht mehr loslässt. Dies sollten wir uns ganz bewusst machen, damit wir immer neu Gottes Treue zu uns erkennen und wir sehen, dass wir auf dem Weg mit ihm unterwegs sind.

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